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Der Einsatz von Hypnose in der danach benannten Hypnotherapie ist wissenschaftlich und klinisch anerkannt und wird als wirkungsvolles Veränderungsinstrument oder als Ergänzung zu herkömm-lichen Therapien eingesetzt. Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderungen bewirken; da die durch die Hypnose hervorgerufene Trance genau an der Entstehung der Gefühle, an den Ursachen von Denkmustern und Gewohnheiten ansetzt, da unsere Handlungen zu 80% von unbewussten Vorgängen gesteuert werden. Somit kann die Hypnose in allen Lebensbereichen erfolgreich eingesetzt werden z.B zur Steigerung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls, Überwinden von inneren Blockaden, Ängsten und schwierigen Lebenssituationen, Motivations und Leistungssteigerung im Sport oder Beruf, Bewältigung von Stress-Symtomen wie Antriebslosigkeit, Überforderung, Sinneskrisen, Depressionen, Burnout, Bearbeitung von Süchten und störenden Gewohnheiten wie Rauchen, übermässiges Essen oder Alkoholkonsum oder bei Phobien, Sprachstörungen, Schlafstörungen, Sexualstörungen und vielen anderen Symptomen. Auch bei chronischen Schmerzen konnte eine Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden. Folgende unterschiedliche Hypnosephänomene können im Verlauf einer Trance beobachtet werden: - Vernetztes Denken (gleichzeitige Verarbeitung von Inhalten auf mehreren Ebenen)
- Aufhebung gedanklicher Beschränkungen
- Erhöhte Suggestibilität und Lernfähigkeit
- Positive und negative Halluzination
- Zeitverzerrung (verlangsamte oder beschleunigte Zeitwahrnehmung)
 - Amnesie und Hypermnesie (Fehlendes und erhöhtes Erinnerungsvermögen)
- Altersregression und -progression (Vergangenes oder zukünftiges Erleben)
- Veränderte Körperwahrnehmung (Schmerzfreiheit, Gefühllosigkeit, Empfindlichkeit)
- Ideomotorische Bewegungen (unwillkürliches Zucken, Armlevitation)
- Katalepsie (Körperstarre)
- Dissoziation (Abkoppelung) und Assoziation (Neuverknüpfen, Ankern) von Sinneswahrnehmungen
Charakteristisch für die Trance sind vegetative Veränderungen von: - Atem (Entspannungstrance: langsamer, flacher)
- Muskelspannung (vorwiegend geringer)
- Herzschlag (meist langsamer) und Blutdruck (meist niedriger)
- Bewegungen (seltener, geringer, zeitverzögert, leicht ruckartig).
- Hypnotisierbarkeit
Die Frage, ob jemand hypnotisierbar ist, spielt in der Hypnose eine zentrale Rolle. Oftmals spiegelt die Frage die eigene Erwartungshaltung wieder: Man glaubt, Hypnose wäre ein Entweder-Oder-Zustand. Entweder ist man in Hypnose oder man ist nicht hypnotisiert. Dieser Glaube ist jedoch nicht korrekt und eine Richtigstellung gibt meist auch Aufschluss über die Ausgangsfrage: Im Prinzip ist jeder geistig gesunde Mensch hypnotisierbar; ein Unterschied besteht jedoch im Grad der erreichten Trancetiefe, die situationsbedingt verschieden sein kann. Etwa 15 Prozent der Menschen sind sehr leicht hypnotisierbar und erreichen schnell eine tiefe Trance. In etwa 70% der Menschen sind mittel bis gut hypnotisierbar und die Trancetiefe richtet sich nach deren Bereitschaft zur Hypnose und nimmt mit zunehmendem Vertrauen und Fortschritt der Trancearbeit zu. Praktisch nicht hypnotisiert werden können oder dürfen nur rund fünf Prozent. Darunter fallen Menschen mit: Herzschwäche, hirnorganischen Beeinträchtigungen, schweren Persönlichkeits- oder Zwangsstörungen, Hysterie oder stehen unter Schock, starkem Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholeinfluss. Die restlichen 10% der Menschen wollen nicht hypnotisiert werden und können somit auch nicht von dem grossen Potential der Hypnose profitieren. Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden!
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